Vergangenes aus der Gemeinde

Jubiläum in Sollwitt - Glocke lädt zum Klönschnack

Glocke SollwittWenn in Sollwitt der Sonntag eingeläutet wird, kommt dieser helle Klang nicht von der Viöler Kirche, obwohl die Gemeinde Sollwitt keinen Glockenturm besitzt. Es ist die "Glöcknerin von Sollwitt", die vor ihrem Haus die Glocke in Bewegung setzt. Seit zehn Jahren läutet Ute Andritter jeden Sonnabend um genau 18 Uhr den Sonntag ein. Dieses Jubiläum will sie zusammen mit den Bürgern der Gemeinde feiern und lädt sie für heute ab 15.30 Uhr zu einem gemütlichen Beisammensein ein.

 

Wenn Ute Andritter den Glockenschwengel in Bewegung setzt und der Klang bei gutem Wetter sogar bis Pobüll zu hören ist, dann setzen sich auch einige Bewohner der Gemeinde in Bewegung. "Wir sitzen dann zusammen und schnacken miteinander und singen auch ab und zu Lieder", berichtet An dritter. Dabei werden auch immer wieder Geschichten von "Damals" erzählt. Und damit er nicht von ungebetenen Gästen benutzt wird, nimmt sie den Schwengel immer wieder mit ins Haus.

 

Aber nicht nur der Sonntag, auch der Jahreswechsel wird von dem Sollwitter Geläut begleitet. Festtage wie Weihnachten oder Ostern werden ebenfalls von Ute Andritter angekündigt. Auch zu privaten Ereignissen lässt sie die Glocke erklingen. "Aber die Leute müssen sich bei mir melden, automatisch mache ich das nicht." So hängt sie den Schwengel wieder ein und schlägt ihn zur Geburt eines Kindes oder auch zu traurigen Anlässen, wie etwa Todesfällen. "Es kommt schon mal vor, dass ein Kind kommt und für den Opa oder die Oma läuten lassen will." Doch die erfreu lichen Ereignisse sind häufiger. Dazu zählt auch der heutige Sonnabend. Am Nachmittag ab 15.30 Uhr wird dann das Jubiläum gefeiert. Dazu gibt es Futjes, Glühwein und Mundharmonika-Musik, begleitet von Geschichten aus alten Zeiten.

Quelle: Mit freundlicher Genehmigung der shz

 

Glocke Gedicht

Gedicht von Amanda Jacobsen (Schmidts)