Informationen zur Bürgerbreitbandnetzgesellschaft

Zukunftsfähiges Internet durch Bürgerbreitbandnetzgesellschaft - Erfolg im nördlichen Nordfriesland ist Vorbild für Gründung im Süden des Kreises!

 

Die erfolgreich umgesetzte Idee der Breitbandnetzgesellschaft im nördlichen Kreisgebiet zum Bau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes führt am 01.02.2012 zur Gründung einer Bürgerbreitbandnetz GmbH & Co. KG für den südlichen Kreis Nordfriesland.

 

Die sonst eher strukturschwächere Region der Ämter Viöl, Nordsee-Treene und Eiderstedt sowie der Städte Husum und Tönning soll durch den Bau eines Glasfasernetzes in jedes Haus mit zukunftsfähigen Geschwindigkeiten ans World Wide Web angeschlossen werden.

 

Dabei geht es zum einen um die Steigerung der Attraktivität der Region für Unternehmen. Gerade in Zeiten zunehmender Abwicklung von Einkauf, Logistik, Vertrieb und Marketing via Internet ist eine High-Speed-Internetanbindung unerlässlich und gleicht strukturelle Schwächen wie z.B. mangelnde Verkehrs- oder Metropolanbindung etc. aus.

 

Zum anderen gilt es, den Wohnstandort für jeden einzelnen Bürger in der Region qualitativ zu verbessern, indem die Möglichkeit gegeben wird, die steigende Zahl von Dienstleistungen (intelligente Strom- und Wärmezähler, Telemedizin etc.) übers Internet zu nutzen.

Die Gründung der Gesellschaft wird durch die Kommunen initiiert und durch die Nachfrage in Wirtschaft und Bevölkerung vorangetrieben. Jeder kann sich beteiligen - egal aus welcher Region er oder sie kommt oder wo das interessierte Unternehmen sitzt.

 

Eine Präsentation gibt Einblicke in die Planung für den Süden Nordfrieslands, ebenso hat die Breitbandnetzgesellschaft das Vorhaben ihres Pendants im Süden bewertet [hier]. Weitere Informationen können bei Ute Gabriel-Boucsein erfragt werden.


Dezember 2011

Schnelles Internet für das südliche Nordfriesland! – Husum ist dabei!

Gründung der Bürgerbreitbandnetzgesellschaft mbH & Co.KG am 01.02.2012

Die Ämter Eiderstedt, Nordsee-Treene und Viöl sowie die Städte Husum und Tönning haben sich in einer Kooperation zusammengeschlossen. Ziel dieser Kooperation ist in der gesamten Region die Versorgung der Bevölkerung und der Unternehmen mit dem „schnellen Internet" auf der Basis eines Glasfasernetzes umzusetzen.

 

Die Zusammenarbeit reicht zurück bis in das Jahr 2009. Mit Hilfe von Experten sind Umfragen zur Nutzung des Internets und zur Zufriedenheit mit der Internetgeschwindigkeit in den beteiligten Ämtern und Städten durchgeführt worden. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die Breitbandversorgung deutlich zu verbessern ist, um die Zukunftsfähigkeit der Region zu gewährleisten.

 

Zukunftsfähigkeit heißt hier ganz konkret:

  • die Häuser behalten bzw. steigern ihren Wert
  • im Tourismus können wettbewerbsfähige Angebote gemacht werden
  • die regionalen Unternehmen erhalten die notwendige Infrastruktur, um im Wettbewerb zu bestehen
  • Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen, auch Telearbeitsplätzen

Aus heutiger Sicht ist die Nutzung von Glasfasern für das Internet, für Telefon und auch für das Fernsehen die schnellste, beste und sicherste Verbindungsmöglichkeit. Heute wird bundesweit bereits von einer erforderlichen Breitbandversorgung von 25 MBit gesprochen. Die Leistungsfähigkeit der Glasfasern scheint nach heutigem Stand fast grenzenlos. Aktuell gibt es In unserer Region immer noch viele Gebiete, die nicht mehr als 1 MBit empfangen können, in größeren Städten ist ein 100-Megabit-Anschluss mittlerweile die Regel. Wir müssen um unsere Wettbewerbsfähigkeit als Wirtschaftsregion fürchten. Hier müssen wir handeln. Für unsere Region soll daher in einem ersten Schritt eine Bandbreite von 100 Megabit realisiert werden.

 

Es gibt eine Vielzahl von Beispielen, für deren Nutzung ein schnelles Internet erforderlich ist:

  • Für Unternehmen, auch kleine Unternehmen, ist der Internetzugang mittlerweile eine wirtschaftliche Notwendigkeit und für unsere Region ein wichtiger Standortfaktor.
  • … gerade als Ausgleich anderer struktureller Schwächen in der Region
  • Die Nachfrage nach Häusern und Grundstücken mit einem leistungsfähigen Internetanschluss ist ständig steigend.
  • Älteren oder kranken Menschen soll über die Telemedizin ermöglicht werden, möglichst lange zu Hause bleiben zu können. Dies ist über einen leistungsfähigen Internetanschluss zukünftig möglich, so dass über das Internet mit Ärzten und Betreuungseinrichtungen kommuniziert werden kann. Der Bedarf in diesem Bereich wird aufgrund des demografischen Wandels ständig zunehmen.
  • Kommunalverwaltungen werden gerade in Verbindung mit den neuen Personalausweisen, Bauanträgen usw. nach und nach das Internet stärker für Behördentätigkeiten nutzen (z.B. elektronische Beantragungen)
  • Der Anteil der Menschen, die von zu Hause aus arbeiten nimmt ständig zu. Auch hierfür ist ein leistungsfähiger Internetanschluss notwendig.

Eine zukunftsfähige Breitbandversorgung ist also inzwischen in zunehmendem Maße ein fundamentaler Wirtschaftsfaktor für die Standortwahl eines Unternehmens und tatsächlich auch ein Kriterium für die Auswahl des Wohn- und Arbeitsortes in der Region.

 

Die Kommunen haben die Notwendigkeit zur Verbesserung der Internetverfügbarkeit für das Kooperationsgebiet früh erkannt und die notwendigen Analysen in Angriff genommen.

 

Nun folgt ein weiterer Schritt. Im Mai 2011 wurde beschlossen, die Breitbandnetzgesellschaft aus Breklum damit zu beauftragen, die Voraussetzungen für die Gründung einer angemessenen Organisation für den Glasfaserausbau im südlichen Nordfriesland zu entwickeln. Um die Planungen schneller realisieren zu können und langwierige Verfahren zu verhindern, wurde auf die Beantragung von möglichen Fördergeldern bewusst verzichtet.

 

Die Grundlage für den Glasfaserausbau in jedes Haus zu schaffen und bei Erreichen einer bestimmten Anschlussquote die Gemeinden nach und nach anzuschließen, ist das gesetzte Ziel dieser zu gründenden Organisation.

 

Planungen zur Gründung eines privatwirtschaftlichen Unternehmens mit einer Investitionssumme von 60 Mio. Euro haben Aussicht auf Erfolg bei der Sicherstellung einer Eigenkapitalquote von 20 % (12 Mio. Euro).

 

Nach dem aktuellen Planungsstand der Kooperation der Ämter Viöl, Nordsee-Treene und Eiderstedt sowie der Städte Husum und Tönning wurden folgende Grundlagen erarbeitet:

  • Gründung einer Bürgerbreitbandnetz GmbH & Co.KG zum Ausbau eines Glasfasernetzes in jedes Haus
  • Gründungsdatum 01.02.2012 in Löwenstedt
  • Aufgabe der Gesellschaft: Aufbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes im Kooperationsgebiet über einen Zeitraum von 5 Jahren bis Ende 2016
  • Die für den Ausbau erforderliche Anschlussquote wird durch die zu gründende Bürgerbreitbandnetzgesellschaft festgelegt.
  • Möglichkeiten der Beteiligung ab 1.000 € - 100 € Kommanditistenanteil und 900 € Gesellschafterdarlehen
  • Wunsch nach höheren Beteiligungen auf jeden Fall bei Kommunen und größeren Firmen
  • Verzinsung der Gesellschafterdarlehen mit 2,5 % bis 4,5 %

Eine fundamental wichtige Rolle spielt die Suche nach Investoren, die vorrangig aus Solidarität zur Region das Großprojekt unterstützen und mit zur erfolgreichen Umsetzung führen wollen. Die Suche nach Interessenten, die sich finanziell bei dem Projekt engagieren möchten, läuft ab sofort.

Aus diesen aktuellen Planungen ergibt sich für das Gebiet der Ämter Eiderstedt, Nordsee-Treene und Viöl sowie die Städte Tönning und Husum die einzigartige Chance, eine leistungsfähige Internetverfügbarkeit überall in dieser Region attraktiv und zukunftsfähig sicherzustellen. Die regionale Solidarität soll ermöglichen, dass alle Firmen, Haushalte und sonstige interessierten Nutzer des Internets die Möglichkeit eines leistungsfähigen Breitbandanschlusses erhalten.

 

Bei Interesse bzw. Rückfragen zu dem Projekt melden Sie sich bitte bei

Ute Gabriel-Boucsein
Amt Nordsee-Treene
Projektleiterin
04841/992220
u.gabriel-boucsein@amt-nordsee-treene.de

Interessenbekundung BBNG - Vordruck -