Freiwillige Feuerwehr Sollwitt-Pobüll

 

Abzeichen der Freiwilligen Feuerwehr Sollwitt-Pobüll

 

FF Gruppenbild Mai 2017

Feuerwehr Mai 2017

Feuerwehr von 1998

 

Die Bewohner der beiden Gemeinden Sollwitt und Pobüll (bis zum 01. Dezember 1934 war Pobüll eine eigenständige Gemeinde) gründeten aus Anlass des 40. Geburtstages von Kaiser Wilhelm II am 27. Januar 1899 die Freiwillige Feuerwehr Sollwitt-Pobüll. Bis zu diesem Tag war eine Brandwehr gemäß der Polizeiverordnung vom 15. April 1889, erlassen von der Königlichen Regierung, zum Schutz der Bewohner aufgestellt. In der Anfangszeit wurden gemeinsame Übungen der Freiwilligen Feuerwehr und der Brandwehr abgehalten.

 

Die Brandwehr ist in den vorliegenden alten Unterlagen letztmalig am 14. Februar 1901 erwähnt.

 

Im Jahr 1900 hatten die Dörfer Sollwitt und Pobüll zusammen 220 Einwohner. Davon waren 33 Mitglied in der Feuerwehr.

 

Als Gerät standen zur Verfügung:

  • 1 Stück - Saug- und Druckspritze
  • 75 Meter - Druckschlauch
  • 2 Stück - Anstelleiter
  • 4 Stück - Dachleiter
  • 4 Stück - Haltehaken
  • 6 Stück - Feuerpatschen
  • 2 Stück - Strohhaken
  • 1 Stück - Rauchbrille mit Mundschwamm

Aus der Zeit von 1913 bis 1945 sind nur sehr wenige Unterlagen vorhanden. In einer Mannschaftsliste von 1920 ist ersichtlich, dass am 26. Januar 1920 gleichzeitig 16 Männer neu in die Wehr aufgenommen wurden. Ansonsten sind aus der Zeit des Dritten Reiches nur einige Personalblätter und Rundschreiben vorhanden.

 

Durch Erzählungen ist überliefert, dass die Bereitschaft der jungen Männer sich der Freiwilligen Feuerwehr anzuschließen auch im II. Weltkrieg anhielt, so dass stets genügend Männer zur Verfügung standen und nicht wie in umliegenden Gemeinden die Aufstellung einer Pflichtfeuerwehr angeordnet werden musste.

 

Seit 1951 wird ein Protokollbuch geführt. Der damalige Dorflehrer und Schriftführer in der FF, Cornelius Jensen legte es an und schrieb aufgrund der Erinnerungen des Wehrführers Nikolaus Carstensen (Kerns) bis 1946 rückwirkend alle Begebenheiten nieder.


Hier die wichtigsten Ereignisse der letzten 60 Jahre:

 

  • 1961 werden die Feuerhörner durch Luftschutzsirenen ersetzt
  • 1965 wurde eine neue TS 8/8 beschafft
  • 1969  errichtete die Gemeinde in Eigenleistung ein neues Feuerwehrgerätehaus
  • 1972 erhielt die Feuerwehr ihr erstes Feuerwehrauto, einen Borgward (TSF) Baujahr 1962
  • 1979 wurde die Löschwasserversorgung durch die Verlegung der zentralen Wasserversorgung wesentlich verbessert
  • 1980 begann das Zeitalter der drahtlosen Kommunikation, ein Funkgerät wurde beschafft
  • 1981 das erste Feuerwehrauto wird durch einen Opel Blitz (LF 8-TS) Baujahr 1958 ersetzt
  • 1983 die ersten Atemschutzgeräte werden übernommen
  • 1991 die Feuerwehr erhält ein neues TSF (Mercedes-Benz) für den 33 Jahre alten Opel Blitz
  • 2000 wird die alte TS 8/8 durch eine neue ersetzt
  • 2016 wird das analoge Funkgerät durch ein digitales ersetzt

 

Die Freiwillige Feuerwehr ist wie der Ringreiterverein, der Ortskulturring und der Landfrauenverein ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens in der Gemeinde. Sie richtet neben dem jährlichen Feuerwehrball auch ein Grillen für Jedermann aus, bringt sich beim Kinderfest, Laternelaufen und beim Ringreiten ein.

 

Auf Betreiben der Feuerwehr wurde 1958 das Erntefest erstmals öffentlich gefeiert. Dieses Fest wird seitdem alljährlich von der Feuerwehr ausgerichtet.

 

Die Freiwillige Feuerwehr fand seit ihrer Gründung immer die nötige Unterstützung in der Gemeinde. Dieses drückt sich besonders in den Mitgliederzahlen aus. In all den Jahren, einige wenige ausgenommen, gehörten stets dreißig oder mehr Einwohner der aktiven Wehr an.

 

Heute präsentiert sich die Freiwillige Feuerwehr Sollwitt-Pobüll als eine moderne, schlagkräftige Truppe, welche voll in die Gemeinde integriert ist und deren volle Unterstützung genießt.

 

Für die Zukunft wird sich derzeit mit der Beschaffung eines neuen Fahrzeugs beschäftigt, um das TSF aus dem Jahre 1991 zu ersetzen. Außerdem soll ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut werden um den Anforderungen an eine moderne Feuerwehr weiterhin gerecht zu werden zu können und unsere Wehr zukunftsfähig zu machen.